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Teeanbaugebiete



Assam

Assam eine Provinz im Nordosten Indiens mit tropischem Klima. Diese größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt liefert etwa die Hälfte der indischen Tee-Produktion. Die kräftigen und würzigen Tees vertragen sich auch mit hartem Wasser und bilden die Basis für zahlreiche klassische Schwarz-Tee-Mischungen.
Es unterscheidet zwei Ernteperioden. Assam First-Flush beginnt im Februar, er schmeckt duftig, blumig und etwas würziger als Darjeerling First-Flush. Hochwertiger und typisch Assam ist jedoch die sind die Second-Flush Tees. Die Tees schmecken würziger, kräftiger und malziger.


Darjeeling

Das wohl interessanteste Tee-Anbaugebiet an den Südhängen des Himalaya-Gebirges. Die Teegärten liegen in Höhen bis zu 2500 m und liefern die edelsten Sorten der Welt.


First- flush
Erste Ernte nach dem Frühjahrs-Monsun von März bis Mai. Dieser Tee der ersten Wachstumsperiode begeistert durch seinen zart-blumigen, edlen, fein-herben Charakter.


Inbetween
Im Mai zwischen first- und second flush geerntet, bietet dieser Tee sowohl eine blumige, als auch leicht würzige Note.


Second-flush
In dieser Erntezeit Juni/Juli, dem Höhepunkt der Vegetationsperiode, steht die Teepflanze in Saft und Kraft und bietet hocharomatische und vollmundige Qualitäten.


Autumnal
Zwischen Sommer-Monsun und Vegetations-Winterpause geerntete Qualitäten. Vollaromatisch aber milde im Geschmack.


Nilgiri

Ein hochgelegener, südindischer Distrikt, dessen Qualitäten aus den Monaten Januar bis März, sogenannte Kaltwettertees, besonders zu genießen sind. Die Tasse schmeckt dann lebhaft, frisch und mild und ähnelt den Ceylon-Hochlandtees.


Sikkim

Nordöstlich von Darjeeling gelegenes ehemaliges Königreich. Die indische Provinz Sikkim, mit einer Fläche so groß wie die Lüneburger Heide, steigt bis auf 8200 m an. Von subtropisch bis arktisch sind alle Klimazonen vertreten. Dieser Garten Eden für Fauna und Flora lässt Tees von einzigartiger Qualität wachsen. Die Tees ähneln den Darjeeling-Qualitäten, haben jedoch eine weichere Tasse.


Himalaya

Innerhalb dieses Gebietes gibt es drei zu nennende Tee-Anbaugebiete: Nepal, Terai und Dooars. Die Anbaugebiete der Nepal Tees sind westlich von Darjeeling im Himalaya gelegen. Diese Tees sind kräftiger und dunkler in der Tasse als Darjeeling. Die Tees aus Terai haben eine scharfe, leicht süßliche Tasse aus einem gutgearbeitetem Blatt. Diese im Stile des Darjeelings produzierten Tees, haben eine sehr helle, fast grüne Tasse mit Biss. Westlich von Assam liegt das Dooar-Anbaugebiet. Die hier produzierten Tees sind Aromatischer als Assam, nicht so herb und haben eine blumige, dunklere Tasse.


Japan

Japan produziert ausschließlich grünen Tee. Neben dem wichtigster Anbaubezirk der Hauptinsel bei Shizuoka wird auch auf den Insel Kyushu und Shikoku Tee angebaut. In Shizuoka wird hauptsächlich neben dem Gyokuro-Tee der berühmte Sencha angebaut. Sencha ist nicht gleich Sencha, auch hier gibt es Qualitätsunterschiede. Als Regel kann man sagen je dunkler das Blatt, desto höher ist die Qualität.


China

China ist das Land mit der ältesten Teetradition. Seit 5000 Jahren in China kultiviert, wurde der grüne Tee erstmals ca. 600 v. Chr. schriftlich erwähnt. Aus den Provinzen Anhi, Zhejiang und Fujian kommen die meisten grünen und halberfermentierten (Oolong-Tees) Tees. Darüber hinaus stellen die Chinese schwarzen Tee in erheblichen Mengen für den Weltmarkt her. Als einziges Land, stellt China Teespezialitäten wie Jasmin-, Rosen- und Lichee-Tee her. Die Teesorten werden zusammen mit den entsprechenden Blüten gedämpft und nehmen so deren Duft und Geschmack an.


Ceylon (Sri Lanka)

Die Ceylon Tees haben eine erstaunliche Bandbreite. Es gibt Angenehm herbe, hochwertige Tees aus dem südöstlichen UVA-Distrikt (Erntezeit August und September), köstliche und goldfarbene Tees aus dem westlichen Dimbula-Distrikt sowie hocharomatische und gold-gelb abgießende Tees aus den 2000 m hohen Bergen um Nuwara Eliya. Aus dem Fachland stammen die kräftig dunkel ziehenden low-grown-Qualitäten. Im Hochland wird mehr als 90% der Teeproduktion als Broken Tee hergestellt. Daher gibt es häufig sehr gute Ceylon Broken Tees und weniger oft gute Ceylon Blatt Tees.


Formosa (Taiwan)

Formosa ist der alte Inselname für Taiwan. In ca. 100 kleinen Teebetrieben wird im nördlichen und nordöstlichen Bergland Tee angebaut. Den guten Ruf verdankt Formosa seinen Oolongs (halbfermentierten Tees) mit dem besonderen zarten Geschmack. Der Geschmack erinnert häufig an den Duft reifer Pfirsiche und ist vollblumig, mild-aromatisch.


Afrika

Das noch junge Tee-Anbaugebiet ist besonders für seine Rooibusch- und Honeybuschtees bekannt. Bei dem südafrikanischen Rooibusch hand es sich um eine teeähnliche Pflanze, aus dessen Blättern ein Kräutertee von leichter, aromatischer Tasse und weicher Süße. Rooibuschtee enthält im Gegensatz zu schwarzem Tee einen niedrigen Tanningehalt und ist coffeinfrei. Honeybuschtee, auch Bergtee genannt, wird aufgrund seiner natürlichen Honigsüße oft dem schwarzen Tee vorgezogen. Er enthält nur geringe Mengen von Gerbstoff und minimalste Restmengen von Koffein.


Brasilien

Hier wird ausschließlich der Mate-Tee produziert. Das "grüne Gold der Indios" wird aus dem Blättern des immergrünen Matestrauchs gewonnen. Diese werden sowohl grün als auch geröstet angeboten. Ähnlich wie der schwarze Tee wird Mate gewelkt und getrocknet. Da der Mate-Tee koffeinhaltig ist, gilt je kürzer die Ziehzeit (5 - 10 Minuten) desto anregender ist die Wirkung und geringer der Geschmack.


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